Archiv der Kategorie: Tagungsempfehlungen

Tagung „Figurationen von Zeit in Antike und Altertumswissenschaften“ vom 28.-29. November 2016 in Basel

figurationen-von-zeit2Die Altertumswissenschaften befassen sich mehr noch als andere Disziplinen mit dem Phänomen „Zeit“, das sie bereits im Namen tragen. Die Erforschung des Vergangenen, seine Bezüge zu Gegenwart und Zukunft, die Dokumentation zeitlicher Abläufe in ihren Relikten stellen alltägliche Forschungsbereiche aller altertumswissenschaftlichen Disziplinen dar. Geichzeitig weisen die Altertumswissenschaften selbst ein beeindruckendes Alter auf und beschäftigen sich nicht nur mit ihren Gegenständen, sondern auch mit der Wahrnehmung von Zeit in verschiedenen Phasen der Wissenschaftsgeschichte.

Im Zentrum der diesjährigen Tagung des Doktoratsprogramms der Basler Altertumswissenschaften stehen somit sowohl antike Auffassungen von Zeit als auch deren Wandel bis in die Gegenwart. Die Interdisziplinarität der Tagung erlaubt eine Vielfalt von Herangehensweisen: Diskutiert werden so verschiedene Bereiche wie das Einteilen in Phasen und Epochen, die Messbarkeit der Zeit, die Vergegenwärtigung von Vergangenheit
durch Erinnerung, die Möglichkeiten der Rekonstruktion und ihre Grenzen, die Darstellung der Zeit durch Bild und Metapher. Hierbei überschneiden sich Darstellung und Dargestelltes: Gerade das Thema Zeit erfordert in der Auseinandersetzung mit zeitlich weit entfernten Kulturen das Denken über die eigene Vorstellungswelt hinaus und erlaubt durch das Abstrahieren vom modernen Zeitbegriff eine Annäherung an antike Modelle der „Figurationen von Zeit“.

Antiquity Slam am 2. November in Berlin

13938269_174918752930680_1961129522165060676_oDie Antike lebt! Am 02. November wird in Berlin der erste Antiquity Slam der Geschichte stattfinden, veranstaltet vom Berliner Antike-Kolleg und dem Exzellenzcluster Topoi. Das Besondere an diesem speziellen Science Slam ist sein altertumswissenschaftlicher Bezug: Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Fächern wie der Klassischen Archäologie, der Ur- und Frühgeschichte, der Ägyptologie, der Kunstgeschichte und vielen weiteren Disziplinen präsentieren Erkenntnisse ihrer Forschung. Der Slam wird im Griechischen Hof des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel stattfinden. Diese einzigartige Location bietet das passende Ambiente mit Antike-Bezug. Im bewährten Science Slam-Format stellen sich die Forscherinnen und Forscher mit ihren 10-minütigen Beiträgen dem Urteil des Publikums und werden dabei die Antike zu neuem Leben erwecken. Beginn ist um 20:00 Uhr.

Archäologie und Macht. Positionsbestimmungen für die Zukunft der Vergangenheitsforschung. DGUF-Tagung

Vom 5. bis 8. Mai 2016 findet im Berliner Kulturforum die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) statt.

„Archäologie wird in einem komplexen Kräftespiel betrieben, in dem sich auch entscheidet, wie viel fachlich gesteuerte staatliche Archäologie es künftig noch geben wird und wie stark die archäologischen Institutionen angesichts widerstrebender Interessen auftreten können. Andere Akteure gewinnen derzeit rapide an Einfluss, z. B. in Sozialen Medien. Gesetze, welche die Archäologie massiv beeinflussen, werden beschlossen – und die Archäologie agiert und reagiert kaum. Dabei werden die berufliche Zukunft von Archäologinnen und Archäologen und die Qualität ihres Berufslebens gestaltet, und nicht zuletzt wird das öffentliche Interesse an Archäologie ausgehandelt. Wie kann, wie muss sich Archäologie dabei einbringen, damit das Fach und die Erforschung der Vergangenheit eine tragfähige Zukunft haben?“

Detailliertere Tagungsbeschreibung

Tagungsprogramm und Programmheft

„Objektgeschichte und Praxisgeschichte“ – Vortrag Hilmar Schäfer am 15. 2. 2016 in Berlin

Das Berliner Antike-Kolleg lädt herzlich ein zum Vortrag von Hilmar Schäfer (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt Oder/ Berlin) zum Thema „Objektgeschichte und Praxisgeschichte. Eine praxeologische Perspektive auf materielle Kultur“ ein. Die Veranstaltung findet statt im Brugsch-Pascha-Saal des Archäologischen Zentrums,
Geschwister-Scholl-Str. 6, 10117 Berlin.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://berliner-antike-kolleg.org/news/vortrag-dr-hilmar-schafer-frankfurt-berlin/

 

Workshop/ Werkstattgespräch „Gesellschaften der Städte, Gesellschaften der Zelte. Architektonische Modi der kollektiven Existenz im Kulturen-Vergleich“

Der interdisziplinäre Workshop zwischen Soziologie, Ethnologie, Archäologie u.a. findet am Freitag und Samstag, 26. & 27. Februar 2016, am Institut für Soziologie, Universität Wuppertal in Raum S.13.07 statt.

Kontakt und formlose Anmeldung via eMail an heike.delitz[at]uni‐bamberg.de

Programm unter: architektonische_modi_kollektiver_existenz_programm

Die Zukunft freilegen – im Dialog über Archäologie und ihre Öffentlichkeiten: Willkommen im Berliner ArchaeoPub! 17.-18. September 2015

Die Altertumswissenschaften beschäftigen sich nicht nur mit den lange Verstorbenen, sondern sie sind, um mit dem britischen Historiker und Journalisten Neil Ascherson zu sprechen, eine Profession, die “von Lebenden unter Lebenden” ausgeübt wird. Um in Zukunft relevant zu bleiben, muss sie sich auf ihre NutzerInnen einlassen. Dazu gehört das soziale Umfeld, in denen die Grabungen stattfinden ebenso wie die Menschen, die Ausgrabungsstätten besuchen oder Museen nutzen. Wie könnten oder sollten die gängigen Herangehensweisen der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verändert werden, um den fundamentalen Veränderungen in Bezug auf die von uns verwendeten Theorien, Methoden und Praktiken Rechnung zu tragen? Könnte die  Einführung eines dialogischen Prinzips die Formen der Wissensproduktion selbst verändern?

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen laden Doktoranden des Studiengangs “Material Cultures and Object Studies” des Berliner-Antike Kollegs sowie des Institutes of Archaeology am University College in London zur Diskussion ein:

Unter der Überschrift “Die Zukunft hat viele Vergangenheiten!” findet am 17. September ab 17 Uhr im Topoi-Haus in Dahlem eine öffentliche Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis über die Verflechtungen von Archäologie und Öffentlichkeit statt. Mehr Info findet sich in Kürze hier.

Am 18. September laden wir (Post-)DoktorandInnen aus unterschiedlicher Disziplinen und PraktikerInnen zum ArchaeoPub ein – einem Forum, in dem Fragen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Altertumswissenschaften und Öffentlichkeiten im 21. Jahrhundert aufgeworfen, Ideen ausgetauscht und Fragen an die Zukunft entwickelt werden können. Der ArchaeoPub ist als World Café angelegt – ein Format, das zum Austausch von Ideen und der Entwicklung offener Fragen gedacht ist. Folgende Themen stehen dabei im
Vordergrund:

  • Nutzer & NichtnutzerInnen (z.B.: Wie können Museen und historische Stätten genutzt werden, um den Ansprüchen transkultureller Gesellschaften gerecht zu werden? Wie können NichtnutzerInnen unterschiedlichster sozialer, kultureller und regionaler Hintergründe involviert werden?)
  • Museen & historische Stätten (z.B.: Wie können Museen und historische Stätten in einer globalisierten und von Finanzkrisen geprägten Welt relevant bleiben?)
  • Professionelle Rollen & Praktiken (z.B.: Wie überwinden wir das traditionelle Modell, bei dem KuratorInnen/ArchäologInnen als ProduzentInnen von Wissen angesehen werden, das von einem passiven Publikum lediglich konsumiert wird?)
  • Problematische Narrative & umstrittene Geschichtsvorstellungen (z.B.: Wie gehen wir damit um, wenn die Überreste der Vergangenheit zu einer umstrittenen Ressource im internationalen Terrorismus, transnational organisierten Verbrechen und ökonomischen und militärischen Konflikten werden?)
  • Materielles & immaterielles Kulturerbe (z.B.: Ist die Unterscheidung zwischen materiellem und immateriellem Kulturerbe eine künstliche?)

Einzelheiten zur Anmeldung entnehmen Sie bitte hier:
http://berliner-antike-kolleg.org/event/die-zukunft-hat-viele-vergangenheiten-eine-diskussion-uber-die-verflechtungen-von-archaologie-und-offentlichkeit/

„Genetic History: A Challenge to Historical and Archaeological Studies“ (Berlin, 1.–2.10.2015)

In den letzten zwei Jahrzehnten ist ein völlig neuer Zugang zur jüngeren menschlichen Vergangenheit über die Molekulargenetik erschlossen worden. DNA-Evidenz wird nicht mehr nur für Fragen der frühen Humanevolution eingesetzt, sondern immer öfter auch zur Klärung archäologischer und geschichtswissenschaftlicher Probleme.
Die internationale Tagung „Genetic History: A Challenge to Historical and Archaeological Studies“ möchte einen fachübergreifenden Austausch anstoßen und dabei sowohl die naturwissenschaftliche als auch kulturwissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet zusammenzuführen.
Weitere Infos und Anmeldungen (bitte bis 15. September) unter:
http://www.genetic-history.com/

Workshop 3.-4. Juli 2015 in Köln zur Soziale Netzwerkanalyse in der Archäologie

Die Universität Köln läd zu einem Workshop über Soziale Netzwerkanalyse in der Archäologie ein. Details finden Sie auf dem Flyer, dem Poster und im folgenden Text:

Liebe Freunde und Kollegen,

anbei ein Flyer als Einladung zu einem – hoffentlich! – interessanten, jedenfalls wohlbesetzten internationalen Workshop zur Netzwerkanalyse hier in Köln. Im Vordergrund stehen Theorien und Methoden, neue Ansätze und Perspektiven; Beispielregionen sind Mesoamerika und Ägäis.
Um Anmeldung wird gebeten, diese kann aber noch bei der Veranstaltung selbst erfolgen.

Wir hoffen auf Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen
Tim Kerig