Archiv der Kategorie: Call for Papers

Czech-TAG

ACHTUNG: Premiere! Vom 3. bis 4. März 2014 findet in Pilsen, Westböhmen die 1. Konferenz der tschechischen TAG statt. Unter dem Thema „The meaning of things: artefacts and narratives“ sind Vorträge erwünscht, in denen sich die Referent_innen mit den großen, uns alle interessierenden Fragen auseinandersetzen. Näheres hierzu im Call for Papers. Für Vortragsanmeldungen bitte das Anmeldeformular benutzen.

Nach den Angaben der Veranstalter_innen wird die Czech-TAG in Zukunft jährlich stattfinden. Ziel soll sein, eine nachhaltige theorieorientierte Diskussion in der archäologischen Forschung auf nationaler und europäischer Ebene zu etablieren.

Wir wünschen schon jetzt einen guten Start!

CfP: Massendinghaltung in der Archäologie

Der material turn und die Ur- und Frühgeschichte

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Theorien in der Archäologie e.V. (AG TidA); organisiert von: Kerstin P. Hofmann, Thomas Meier, Doreen Mölders und Stefan Schreiber

23.–24. Mai 2013 im Topoi-Haus Dahlem

Als im Jahr 2002 das erst fünf Jahre zuvor bezogene, neu ausgebaute Depotgebäude des Archäologischen Archivs Sachsen (AAS) einen Erweiterungsbau erhielt, wurde Platz geschaffen für die 18 Millionen Einzelobjekte, die im Freistaat Sachsen seit dem 18. Jh. gesammelt und ausgegraben wurden (1). Bei einer jährlichen Zuwachsrate von 250.000 bis 300.000 Objekten dürfte die Gesamtlagerfläche von 9200 m², die sich über eine 5,50 m hohe, elektrisch betriebene Kompaktregalanlage mit vier Regalblöcken erstreckt, in absehbarer Zeit wieder belegt sein. Auch die Objektnummern in den Fundarchiven anderer Bundesländer liegen im zweistelligen Millionenbereich (z.B. Sachsen-Anhalt mit 11 Millionen und Schleswig-Holstein mit 10 Millionen Einzelfunden). Angesichts dieser Zahlen muss gefragt werden könnte, ob eine Archäologie, die eine „Population von Dingen“ vergangener Lebenswelten, um mit Böhme (2006) zu sprechen, als Stapelware auf Paletten in Magazinen unterbringt, eine Institution der Massendinghaltung ist? Und, so müsste man weiter fragen, wird eine archäologische Praxis, deren institutionelle Pflicht es ist, kulturelles Erbe zu schützen, den Dingen gerecht? Andererseits, was meinen wir überhaupt, wenn wir nach dem Ding und seinen Rechten fragen? Hierauf Antworten zu finden und gleichzeitig eine Idee davon zu vermitteln, worauf wir mit unserer Tagung unter dem Haupttitel „Massendinghaltung in der Archäologie“ hinauswollen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf den erkenntnistheoretischen Diskurs der material culture studies lenken (s. u.a. Hicks/Beaudry 2010). CfP: Massendinghaltung in der Archäologie weiterlesen

CfP „Kulturerbe = Kulturpflicht?“

Kulturerbe = Kulturpflicht

Theoretische Reflexionen zum Umgang mit archäologischen Orten in Deutschland

 

Sektion der AG Theorien in der Archäologie und des AKs „Archäologie kann Gesellschaft“ i. Gr. bei der 81. Verbandstagung des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschungvom 29. Mai bis 2. Juni 2012 in Friedrichshafen CfP „Kulturerbe = Kulturpflicht?“ weiterlesen

CfP „Zeitkonzepte – Zeiterfahrung – Zeitgeist“

As time goes by: Zeitkonzepte – Zeiterfahrung – Zeitgeist.

Sektion der Theorie-AG am 7. Deutschen Archäologenkongress 2011 in Bremen (3.-4.Oktober 2011)

„Zeiterfahrung gehört zu den Grundgegebenheiten des Menschseins. Der Mensch erfährt Zeit im Wandel und in den Tiefen seiner Selbst, als Fluch der Natur und als Leistung seines Geistes. Er kann die Zeit nicht so lassen, wie sie ihm geschieht… Indem er sich kulturell deutend mit ihr auseinandersetzt, erhebt er sich über die Zeit, versucht sie zu bannen und zu beherrschen, aber immer bleibt er ihrem Wandel unterworfen.“

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Call for papers „Jagen, Kämpfen, Saufen?“

Jagen, Kämpfen, Saufen?
Die Konstruktion von Männlichkeit in ur- und frühgeschichtlichen Gesellschaften

Call for papers für die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Theorie in der Archäologie“ während der Tagung des West- und Süddeutschen Altertumsverbandes
vom 25. bis 28. Mai 2010 in Nürnberg
Seit den 1980er Jahren wird die gesellschaftliche Rolle von Frauen in ur- und frühgeschichtlichen Gesellschaften hinterfragt (Conkey/Spector 1984). Vor allem von feministischer Seite gibt es seitdem substantielle Bemühungen, die Frau nicht als passive Partnerin des Mannes, sondern als eigenständiges Subjekt mit eigenen Handlungsoptionen ausgestattet zu denken. Demgegenüber bleibt die Konzeptualisierung der Rolle des Mannes in ur- und frühgeschichtlichen Gesellschaften seltsam einseitig. Man könnte sie auf die Stereotype „Jagen, Kämpfen, Saufen“ reduzieren. Erstaunlicherweise gilt dies sowohl für eher traditionelle Beiträge wie auch für explizit theoretisch ausgerichtete. Ist in unseren Rekonstruktionen ur- und frühgeschichtlicher Gesellschaften Platz für ein differenziertes Bild von Männlichkeit? Oder sind wir in biologistisch determinierten Stereotypen gefangen?

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